14 18coach – Der FC Oetwil am See geht neue Wege

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Der FC Oetwil am See geht neue Wege und bildet Nachwuchstrainer aus

 1418coach – die starke Nachwuchsförderung im Trainerbereich

Mit dem Nachwuchsleiterprojekt 1418-Coach hat das Sportamt des Kantons Zürich den Nerv der Zeit getroffen. Zum ersten Mal werden ganz junge potentielle Trainerinnen und Trainer systematisch gefördert. Ein Ansatz, der in der Fussballlandschaft neu ist. Zahlreiche Vereine des Fussballverbands Region Zürich, dazu auch der FC Oetwil, haben seither sehr gute Erfahrungen mit den jungen Hilfsleitern gemacht.

So stehen am Mittwochabend, wenn knapp 50 junge Kicker zum Training antreten, auch sieben Nachwuchs- Trainer in Oetwil im Einsatz. Sie sind ein fester Bestandteil des Trainerstabs und vom ganzen Verein, vor allem aber von den jungen Fussballern, höchst anerkannt.

Zu diesem Nachwuchsprojekt gehört auch eine entsprechende Ausbildung in Form eines Kurses. Diesen besuchten die 15-jährige Kaja Miskovic und die 14-jährige Anika Wittwer.

Was sie so erlebten, berichten sie in dem nachfolgenden Text.

Filzbach 1418 Coach Kurs

Christian Spring meldete uns für den 1418 Coach Kurs in Filzbach an. Wir freuten uns darüber und waren schon sehr gespannt was wir Neues lernen werden und welche Herausforderungen uns als Trainerinnen erwarten wird. Nach ein paar Monaten war es dann so weit. Wir kamen an und waren zuerst erstaunt, dass so viele Vereine 1418 Coaches ausbilden. Es waren um die 50. Jugendliche. Bei unserem Kurs gab es die Gruppen Fussball, Polysport, Turnen, Kunstturnen und Geräteturnen. Sofort ging es dann los. Umziehen und in die Halle. Am Morgen trainierten die Fussballer/innen drinnen, am Nachmittag draussen. Alle Trainer stellten sich die vor, danach machten wir ein kleines Aufwärmen und dann wurden wir schon in die Gruppen unterteilt. Das Erste was wir lernten war; wie macht man bei den F-, G-, E- Junioren/innen ein Aufwärmen. Unsere Trainer brachten uns drei, vier Aufwärmspiele bei und wir durften sie ausprobieren. Es konnten nicht alle mitmachen, da es sonst zu viele wären. Diejenigen die nicht mitmachten, musste zuschauen, beobachten und aufschreiben was sie sahen, wie alles unterteilt war, was gut war und was schlecht war. Die Rückmeldungen und Beobachtungen waren sehr positiv. Es kamen Rückmeldungen wie; Ich fand es gut, da die Kinder immer konzentriert sein mussten, weil ihre Konzentration und Aufmerksamkeit schon am Anfang bei der Begrüssung gefragt wurde und auch während des Trainings nie zum Nachlass wurde. Es kamen auch Rückmeldungen wie; Ich fand es gut, dass der Trainer schon vor dem Trainingsbeginn alle Posten aufgestellt hat, so musste der/die Trainer/in wenn die Kinder da waren keine Posten mehr aufstellen und hatte während des Trainings auch keinen Stress. Die Zeit ging sehr schnell um und es wurde schon Mittag. Das Sportzentrum Kerenzerberg hat nicht nur Sporthallen, Tennisplätze, Fussballplätze oder Unterkünften, sie haben auch ein eigenes Restaurant. Wir gingen somit ins Restaurant Sportpanorama. Da trafen wir auch auf Leute die nicht beim 1418 Coach Kurs waren, wie z,B. den TV Grüningen. Nach dem Mittag ging es ab nach draussen, wir wurden wieder in 2 Gruppen eingeteilt und die Trainer erklärten uns noch schnell wie man am besten Gruppen einteilt. Man könnte das typische Zählen mit 1 2 1 2 machen oder auch originellere Ideen wie z.B. mit UNO Karten – gelb ist ein Team und rot ein anderes. Danach ging es in den zwei Gruppen weiter. Wir lernten sehr viele praktische Umsetzungen.

Das „3mal3“. Das sogenannte 3mal3 enthält im Training die Schwerpunkte (Fussball spielen lernen, Vielseitigkeit erleben, Fussball spielen) die entsprechenden Basisübungen und Basisspielformen. Das „3mal3“ soll uns Trainerneulinge als Orientierung und erfahrenen Trainer/innen als Inspiration dienen. Somit lernten wir als erstes Übungen zur Vielseitigkeit. Bei der Vielseitigkeit trainieren die Kinder ihre Taktik und Technik. Sie lernen das Springen und Laufen, was sie während des ganzen Spieles brauchen können. Das Werfen und Fangen, damit ihr Oberkörper beweglicher wird. Raufen und Kämpfen hilft ihnen beim Zweikampf.

 

Nach der Vielseitigkeit lernten wir, wie man den Kindern das Fussball spielen lernen beibringt. Bei diesem Trainingsschwerpunkt geht es darum, dass die Kinder möglichst viele Erfolgserlebnisse sammeln. Dabei spielen Tore eine entscheidende Rolle. Die Kinder können zudem die notwendige Orientierung auf dem Spielfeld lernen. Die vier grundsätzlichen Spielsituationen werden wie folgt trainiert:

1 Tore erzielen

2 Tore vorbereiten

3 Tore verhindern

4 Ball erobern

Zu diesen einzelnen Punkten gibt es wieder dutzende von Arten dies spielerisch zu lernen. Als letztes lernten wir, wie man das Fussball spielen erschweren oder erleichtern kann. Dazu gibt es ein paar ganz einfache Möglichkeiten. Man könnte das Spielfeld verkleinern oder vergrössern, mehrere Tore hinzufügen oder wegnehmen, mehrere Spieler auf den Platz stellen oder Auswechslungen machen oder mehr oder weniger Bälle ins Spiel bringen. Zum Abschluss des Nachmittags brachten die Trainer uns ein Ausklingen bei. Ein gutes Ausklingen sollte ein Wettbewerb sein. Z.B. ein Penaltykönig oder eine Art Schweinchen in der Mitte. Nach dem Nachmittag gingen wir wie am Mittag ins Restaurant Sportpanorama. Am Abend sollten wir den Geräteturnern das Fussball spielen beibringen. Wir machten somit mehrere Gruppen. Die einen machten ein Aufwärmen, die anderen die Vielseitigkeit ect. Für das Training hatten wir 35 Minuten Zeit. Das war ziemlich kurz für das was wir eigentlich vorhatten. Am Ende aber kam das ganze sehr gut an und es machte sehr viel Spass. Doch dann mussten wir, die Fussballer, Geräte- und Bodenturnen lernen. Es war ein reines Desaster bei den einen, bei anderen sah es einigermassen gut aus. Doch eigentlich war es ziemlich lustig. Aber wir bleiben lieber bei unserer Sportart Fussball. Am nächsten Tag waren wir mit allen zusammen. Ob Fussballer/innen, Geräteturner/innen oder Polysportlern/innen. Wir lernten verschiedene Spiele zu leiten und zu verstehen, dabei musste man auf 2-3 Dinge achten die der Trainer uns vorher gesagt hatte. Dabei lernten wir wieder in der Praxis das Vorbereiten und Leiten eines Spieles. Am Nachmittag folgte wieder in den einzelnen Sportarten, Theorie. Was profitiert der Verein an uns? Wie treffe ich in schwierigen Situationen die richtige Entscheidung? Was mache ich, wenn das und das passiert? Was heisst es ein guter Trainer zu sein? Was macht ein guter Trainer aus? usw. solche Fragen wurden uns beantwortet. Am Ende des 1418 Coach Kurses bekamen wir noch ein Diplom und ein T-Shirt. Es war ein sehr lehrreiches und spannendes Wochenende, das wir jedem weiterempfehlen können. Danke, dass du uns für den Kurs angemeldet hast Christian!

 

Ein Bericht von:

Kaja Miskovic und Anika Wittwer